Die „Association for Fairness in Trade“ (AFIT) wird seit Mai 2017 vom Lemonaid & ChariTea e.V. institutionell gefördert. AFIT engagiert sich für die Verbesserung der Situation von Kleinbäuer*innen und Farmarbeiter*innen im globalen fairen Handel in Südafrika. Der Verbund macht sich stark für die Aufklärung der Farmer*innen über ihre Rechte vis-à-vis mit den Importierenden des Globalen Nordens.

 

AFIT ist eine gemeinnützige Organisation, die 2005 gegründet wurde, um der geographischen und politischen Marginalisierung von Kleinbäuer*innen und Farmarbeiter*innen innerhalb des Fair Trade Systems entgegen zu wirken. Zwar hat AFIT seinen Sitz in Kapstadt, die Organisation agiert jedoch landesweit. Sie versteht sich, als ein unabhängiges Gremium, das sich für die verbesserte Repräsentation von Kleinbäuer*innen und Farmerarbeiter*innen im fairen Handel einsetzt.

Obwohl diese den größten Bestandteil der Produzierenden im globalen fairen Handel ausmachen sind sie in Verhandlungen über Arbeitsbedingungen und Preise häufig, durch die ungleiche Verteilung von Ressourcen und Privilegien, benachteiligt. Fair Trade agiert innerhalb bestehender, zu großen Teilen durch den Kolonialismus geprägten Machtgefällen in denen Produzierende in Abhängigkeit zu den Abnehmenden stehen.

 

Aufbau eines fairen Landwirtschaftssektors

AFIT will die Isolierung von Kleinbäuer*innen und Farmarbeiter*innen in den Entscheidungsstrukturen durchbrechen und sie über ihre eigenen Rechte aufklären. Die Organisation schafft Berührungspunkte, zwischen den verschiedenen Interessenvertreter*innen im fairen Handel, wodurch wechselseitige Lernprozesse angestoßen und Wissen und Erfahrungen ausgetauscht werden können. Dadurch werden die im fairen Handel Arbeitenden angeregt für ihre Rechte einzustehen. Eines von AFITs Hauptzielen ist der Aufbau von Kapazitäten für den Aufbau eines gerechteren Landwirtschaftssektors. AFIT veröffentlicht regelmäßig einen Newsletter in Englisch und Afrikaans und organisiert informative Theateraufführungen auf Farmen, um auch diejenigen mit nur wenig Bildung oder ohne Zugang zu Computern zu erreichen. Einmal im Jahr organisiert die Organisation eine Fortbildungsmaßnahme in Form einer „Spring School“.

 

Eine „Spring School“ zur Stärkung von Kleinbäuer*innen und Farmarbeiter*innen

Die fünftägige Fortbildung ermöglicht Mitgliedern des Verbundes das Knüpfen neuer Kontakte und die Möglichkeit sich intensiv mit Thematiken des fairen Handels auseinander zu setzen. Dazu gehören Weiterbildungen zu den Fair Trade Standards, den rechtlichen Bedingungen und weiteren für den fairen Handel relevanten Themen. Daniel Abrahams, Teilnehmer der Spring School, sagt darüber:

”Ich fühle mich durch das neu entdeckte Wissen gestärkt. Jetzt bin ich in einer Position mein Wissen an Freunde und Kolleg*innen weiter zu geben. Wir sind unterdrückt worden, für so viele Jahre, sodass wir nicht mehr sehen welche Kraft in uns ruht und welche Rechte wir als Arbeiter*innen besitzen, die uns unsere Würde zurückgeben.”

Die finanzielle Förderung des Lemonaid & ChariTea e.V. wird verwendet um die Besuche auf den Farmen, den regelmäßig erscheinenden Newsletters und die Durchführung der Spring School zu ermöglichen. Darüber hinaus hat sich der Verein verpflichtet, AFIT bei der Vergrößerung des Kreises seiner Förderer zu unterstützen.

 

AFIT ist ein Netzwerk, das Brücken zwischen verschiedenen Beteiligten des fairen Handels schlägt und durch die Stärkung von Kleinbäuer*innen zu einer solidarischeren globalen Wirtschaft beiträgt.