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Projektstandort:
Ostkap Provinz; Südafrika
Projektlaufzeit:
2022 – 2025
Projektbudget:
70.961 €
Themenschwerpunkte:
Bildung, advocacy
NKOSINATHI

NKOSINATHI

Anelisa Tyokwana, Projektkoordinatorin für das Nähprogramm von Nkosinathi.

Nähen für die Gleichberechtigung blinder Kinder.

Der Nkosinathi Verein für blinde und sehbehinderte Menschen wurde 1948 in Port Elizabeth gegründet und engagiert sich seitdem in der Ostkap-Provinz für Menschen mit Sehbehinderung. Die Organisation verfolgt das Ziel, blinden Kindern und Erwachsenen Wege in ein selbstbestimmtes Leben zu eröffnen – durch Schulungen, Rehabilitationsmaßnahmen und gezielte Qualifizierungsangebote. Dabei setzt der Verein auf einen ganzheitlichen Ansatz, der nicht nur Fähigkeiten vermittelt, sondern auch die individuelle Selbstwirksamkeit stärkt. So werden soziale Ausgrenzung und wirtschaftliche Benachteiligung aktiv bekämpft.

Blindheit kann jeden treffen – unabhängig von Herkunft oder Lebensumständen. Doch für Familien, die bereits in Armut leben, wirkt sich eine Sehbehinderung besonders gravierend aus. Die meisten Familien, mit denen die Nkosinathi Stiftung arbeitet, leben unterhalb der Armutsgrenze und haben nur eingeschränkten Zugang zu Bildung, Gesundheitsversorgung oder beruflichen Chancen. In diesem Kontext leistet das Nähprogramm einen wichtigen Beitrag: Es schafft reale Perspektiven für einkommensschwache Haushalte und hilft, Barrieren zu überwinden, die eine aktive gesellschaftliche Teilhabe erschweren.

Das Nähprogramm der Nkosinathi Foundation zielt darauf ab, blinde und sehbehinderte Kinder sowie ihre Familien in ihrer sozialen und wirtschaftlichen Selbstständigkeit zu stärken. Im Zentrum steht die praxisnahe Ausbildung von Familienmitgliedern – sowohl sehenden als auch sehbehinderten –, die dadurch beruflich qualifiziert werden, ein eigenes Nähgeschäft aufzubauen oder eine Anstellung im Textilsektor zu finden. Das Programm vermittelt 50 Teilnehmenden nicht nur handwerkliche Fähigkeiten, sondern auch unternehmerisches Denken, das ihnen den Einstieg in den formellen Arbeitsmarkt erleichtert und den Weg zu einem stabilen Einkommen ebnet. Während die Eltern oder Erziehungsberechtigten an den Schulungen teilnehmen, erhalten die Kinder vor Ort Betreuung durch eine speziell geschulte Fachkraft sowie eine Einführung in Computerprogramme.Die Finanzierung durch den Lemonaid & ChariTea Verein ermöglicht es, Stipendien für die Teilnehmenden bereitzustellen, Materialien zu beschaffen, Nähmaschinen zu warten und die Honorare der Trainer anteilig zu tragen.

Terry Hattingh
Mail

Eindrücke aus dem Projekt.

  • Hergestellte Produkte der Teilnehmenden eines Nährkurses von Nkosinathi in Südafrika.
  • Nomakhaya Sineke hat die erste Runde Workshops abgeschlossen. Jetzt unterstützt sie neue Teilnehmer*innen beim Nähen.
  • Anelisa Tyokwana, Projektkoordinatorin für das Nähprogramm von Nkosinathi.