Zivile Seenotrettung im zentralen Mittelmeer.
Sea-Watch e. V. wurde 2014 gegründet, um Menschen auf der Flucht vor dem Ertrinken zu bewahren. Der Verein ging aus einer Gruppe von Freiwilligen hervor, die dem politisch kalkulierten Sterbenlassen im Mittelmeer nicht länger tatenlos zuzusehen konnten. In den inzwischen über zehn Jahren ihres Bestehens waren die Schiffe der Initiative an der Rettung von über 50.000 Menschen beteiligt. Neben den Rettungseinsätzen auf See betreibt Sea-Watch e. V. mehrere Luftaufklärungsflugzeuge.
Mangels sicherer Fluchtwege und infolge der zunehmend repressiven Abschottungspolitik der Europäischen Union sterben jährlich Tausende Menschen bei dem Versuch, das Mittelmeer zu überqueren. Bereits mehr als 34.000 Menschen haben auf diesem Weg ihr Leben verloren (IOM, 02/2026) – wobei von einer deutlich höheren Dunkelziffer auszugehen ist. Während staatliche Stellen untätig bleiben, übernehmen zivile Organisationen die wichtige Aufgabe, Menschen vor dem Ertrinken zu bewahren und über die Missstände im zentralen Mittelmeer aufzuklären.
Sea-Watch e. V. hat die Vision einer Welt, in der Grenzen, Rassismus, Ungerechtigkeit und Ungleichheit überwunden sind und alle Menschen selbstbestimmt, frei und sicher leben und sich bewegen können. Die Organisation setzt sich daher seit mehr als zehn Jahren für die Rettung von Menschen auf der Flucht im zentralen Mittelmeer ein. Neben ihren Seenotrettungsschiffen betreibt sie mehrere Luftaufklärungsflugzeuge, um Notfälle an Rettungsleitstellen und Schiffe in der Umgebung zu melden sowie Menschenrechtsverletzungen zu dokumentieren.
Der Lemonaid & ChariTea e.V. beteiligt sich an der Finanzierung der Versorgung der Geretteten an Bord mit medizinischem Material, wärmender Kleidung und Decken. Darüber hinaus tragen die Mittel dazu bei, die wichtigen Luftaufklärungseinsätze fortzuführen – um weitere Menschenleben zu retten und Menschenrechtsverletzungen zu dokumentieren.
Sea-Watch e.V.
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Eindrücke aus dem Projekt.
Fotos: Clara Marnette und Oliver Kulikowski