Jugend stärken – Perspektiven durch
wirtschaftliche Teilhabe.
SEVOTA (Solidarité pour l’Épanouissement des Veuves et des Orphelins visant le Travail et l’Autopromotion) wurde 1994 von der Sozialarbeiterin und Völkermordüberlebenden Godelieve Mukasarasi gegründet. Aus der Unterstützung Überlebender des Genozids hervorgehend, richtet sich die Arbeit heute auf benachteiligte Jugendliche, Frauen mit Gewalterfahrung und Waisenfamilien. SEVOTA betreut 125 Gruppen mit 1.778 Familien in elf Distrikten Ruandas. Schwerpunkte sind Traumabewältigung, Friedensförderung und wirtschaftliche Teilhabe. In 62 Jugendclubs mit fast 1.900 Teilnehmenden stärkt die Organisation Engagement, Resilienz und Eigenverantwortung – für tragfähige Perspektiven in von Gewalt geprägten Regionen.
Trotz wirtschaftlicher Fortschritte bleibt Jugendarbeitslosigkeit in Ruanda eine zentrale Herausforderung – insbesondere für Überlebende des Völkermords an den Tutsi 1994. In einer landesweiten Umfrage von SEVOTA mit 48 % der Jugendclubs aus 30 Distrikten gaben 16,7 % der Jugendlichen an, keiner Beschäftigung nachzugehen. Die Mehrheit war in niedrig entlohnten Tätigkeiten aktiv – etwa in der Viehzucht, Landwirtschaft oder im informellen Handwerk.
Das durchschnittliche Einkommen lag bei unter 50 US-Dollar monatlich, zu wenig für finanzielle Unabhängigkeit oder unternehmerische Entwicklung. Um dieser Situation entgegenzuwirken, setzt SEVOTA auf den Aufbau leistungsfähiger Jugendgenossenschaften in Branchen mit langfristigem Wachstumspotenzial – etwa Schneiderei, Friseurwesen, Bau, Landwirtschaft und Kleingewerbe.
Im Distrikt Kamonyi stärkt das dreijährige Projekt von SEVOTA die wirtschaftliche Selbstständigkeit junger Menschen durch gezielte Förderung unternehmerischer und technischer Kompetenzen. Schwerpunkt sind moderne Landwirtschaft, Handwerk und betriebswirtschaftliche Grundkenntnisse. Jugendlichen sollen Perspektiven für ein stabiles Einkommen geboten werden, ihre Produkte zu professionalisieren und den Zugang zu Märkten zu verbessern.
Das Projekt kombiniert fachliche Schulungen, Friedenserziehung und Konfliktmanagement mit der Bereitstellung von Startkapital und der Förderung des Zugangs zu Finanzinstitutionen. In drei Jahren arbeiten 27 Jugendclubs mit SEVOTA zusammen – insgesamt profitieren 1.026 Jugendliche. Sie erwerben praktische Fähigkeiten in Friseurhandwerk, Bauwesen, Bäckerei, Schweißtechnik, Schneiderei und Stickerei sowie Wissen in Unternehmensführung, Marketing und Genossenschaftsbildung.Nach dem ersten Jahr wird die Teilnehmerzahl jährlich erweitert, um eine wachsende Wirkung zu erzielen.
Der Lemonaid & ChariTea e.V. übernimmt die Finanzierung von Personalkosten und Weiterbildungen, um die langfristige Wirkung zu sichern.
Vedaste Habamenshi
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