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Projektstandort:
Hidalgo, Mexico
Projektlaufzeit:
2026 – 2029
Projektbudget:
145.000 €
Themenschwerpunkte:
Entrepreneurship, Wertschöpfungsketten und Bildung
PSYDEH

Psicología y Derechos Humanos A.C.

Kooperativen indigener Frauen in Hidalgo

Psicología y Derechos Humanos A.C. (PSYDEH) ist eine zivilgesellschaftliche Organisation, die sich für die Stärkung von Frauen in ländlichen und indigen geprägten Regionen einsetzt. Mit einem Fokus auf Bildung, Menschenrechte und partizipative Prozesse begleitet PSYDEH Frauen dabei, lokale Probleme zu analysieren und eigene Lösungen zu entwickeln.

Die Organisation arbeitet basisnah und langfristig, geleitet von den Werten: Kommunikation, Solidarität, Verantwortung, Ehrlichkeit, Respekt und Gemeinschaft. Diese Prinzipien sichern Transparenz und nachhaltige Wirkung auf Gemeinschaftsebene.

Die Otomí-Tepehua-Region in Hidalgo zählt zu den kulturell vielfältigsten Gebieten Mexikos. Vier der sechs dort gelegenen Gemeinden sind mehrheitlich indigen geprägt. Dennoch stehen diese Gemeinschaften vor erheblichen Herausforderungen: Armut, Geschlechterungleichheit und fehlende politische Mitsprache bestimmen vielerorts den Alltag. Der Zugang zu Ressourcen und sozialen Dienstleistungen ist vor allem für indigene Gemeinschaften stark eingeschränkt – und hier insbesondere für Frauen.

Seit 2015 engagiert sich PSYDEH für indigene Frauen in ländlichen Regionen Mexikos, insbesondere im Bundesstaat Hidalgo. In Schulungen zu Bürgerrechten, Selbstorganisation und Teilhabe wurden bereits fünf von Frauen geführte Kooperativen ins Leben gerufen.

In der ersten Projektphase von „La Red“ wurde der Aufbau eines regionalen Netzwerks von Otomí-Frauenkooperativen gefördert. Im Fokus standen gemeinschaftlich entwickelte Initiativen, die durch traditionelle Stickereien und Handwerkskunst, den Teilnehmerinnen neue wirtschaftliche Perspektiven eröffneten.

Mit dem Sierra Madre Netzwerk 2.0 in Phase 2, baut PSYDEH das erfolgreiche, von Frauen getragene Modell an Kooperativen weiter aus. Von 2025 bis 2028 wächst das Netzwerk von vier auf acht Kooperativen und von 60 auf 100 beteiligte Frauen.
Im Mittelpunkt steht die Stärkung der wirtschaftlichen Selbstbestimmung und Führungsrolle von Frauen. In Weiterbildungsworkshops erwerben die Teilnehmerinnen praxisnahe Kenntnisse in Textildesign, genossenschaftlichem Unternehmertum, regenerativem Tourismus und weiblicher Führung. Gleichzeitig werden die Kooperativen dabei unterstützt, ihre Produkte besser zu vermarkten, neue Absatzmöglichkeiten zu erschließen und ihre Organisationsstrukturen nachhaltig zu stärken.

Ein zentraler Bestandteil des Projekts ist die Entwicklung eines regenerativen Tourismusmodells, das lokale Kultur und traditionelles Wissen bewahrt, natürliche Ressourcen schützt und zugleich neue Einkommensmöglichkeiten für die Gemeinden schafft.
50 Jugendliche nehmen ebenfalls an generationenübergreifenden Lern- und Austauschprozessen teil. So wird Wissen weitergegeben, kulturelle Identität gestärkt und jungen Menschen werden berufliche Perspektiven für eine nachhaltige Zukunft in ihrer Region eröffnet.

Das Projekt verbindet damit wirtschaftliche Teilhabe, Geschlechtergerechtigkeit, kulturelle Revitalisierung und nachhaltige Regionalentwicklung. Bis 2028 soll das Sierra Madre Netzwerk organisatorisch und wirtschaftlich so gestärkt sein, dass es autonom, resilient und langfristig nachhaltig arbeiten kann.

Hannah Swenson
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Eindrücke aus dem Projekt