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Projektstandort:
Tamil Nadu, Indien
Projektlaufzeit:
2022-2025
Projektbudget:
110.416 €
Themenschwerpunkte:
Wertschöpfungsketten, Weiterbildung
RWDT

Rural Women Development Trust

Projektteilnehmerinnen der Organisation RWDT in Indien spinnen Kordeln aus Kokosfasern.

Selbstständigkeit mit Kokosfaserprodukten.

Der Rural Women Development Trust (RWDT) wurde von ehemaligen Betroffenen von Zwangsarbeit und Gewalt gegründet. Die Organisation setzt sich besonders für marginalisierte Dalit-Frauen in Tamil Nadu ein, die zuvor in Steinbrüchen, Ziegeleien und der Landwirtschaft ausgebeutet wurden. In Zusammenarbeit mit der Bezirksverwaltung schützt RWDT sie vor erneuter Ausbeutung und eröffnet Wege zu nachhaltiger Selbstständigkeit.

Die Arunthathiyar-Dalit-Gemeinschaft gehört zu den am stärksten marginalisierten Gruppen Indiens. Aufgrund ihrer Kastenzugehörigkeit waren ihre Mitglieder über Generationen hinweg Ausbeutung, Diskriminierung und extremer Armut ausgesetzt. Viele Frauen dieser Gemeinschaft mussten Zwangsarbeit leisten, Müll sammeln oder andere entwürdigende Tätigkeiten verrichten. In Tamil Nadu können nur wenige Arunthathiyar lesen und schreiben – der Großteil bleibt ohne Zugang zu Bildung und ist struktureller Gewalt ausgesetzt.
RWDT setzt genau hier an: Die Organisation schafft Möglichkeiten aus diesem Kreislauf, indem sie Frauen neue Perspektiven aufzeigt und ihnen Chancen auf wirtschaftliche Selbstständigkeit und gesellschaftliche Teilhabe eröffnet.

Das Projekt von RWDT stärkt 180 marginalisierte Dalit-Frauen in Tamil Nadu, Indien, die zuvor mitunter über ein Jahrzehnt als Zwangsarbeiterinnen in Steinbrüchen, Ziegeleien und landwirtschaftlichen Betrieben tätig waren. Im Rahmen des Rehabilitationsprogramms erhalten sie eine umfassende Schulung in der Kokosfaserproduktion, die sie befähigt, eigene kleine Unternehmen aufzubauen. Die Trainings decken sowohl die Herstellung hochwertiger Kokosfaserprodukte als auch Marketing, Finanzkompetenz und kooperative Prinzipien ab. Um die Vermarktung zu erleichtern, werden die Frauen in einer Kooperative organisiert, wodurch sie faire Preise erzielen und gemeinsam Rücklagen bilden können – ein entscheidender Schritt, um dem Kreislauf aus Schulden und Ausbeutung dauerhaft zu entkommen.
Neben der wirtschaftlichen Stärkung engagiert sich RWDT für die Bildung und Gesundheit der Kinder dieser Familien. In speziellen Abendschulzentren erhalten die Kinder Nachhilfe, berufsrelevante Fähigkeiten und Nahrungsergänzungsmittel zur Bekämpfung von Unterernährung. Jedes Jahr nehmen 60 Frauen an dem Programm teil, sodass nach drei Jahren insgesamt 180 Frauen erfolgreich ein stabiles Einkommen in der Kokosfaser-Wertschöpfungskette erwirtschaften – mit täglichen Verdiensten zwischen 400 und 500 Indischen Rupien oder mehr, was im lokalen ländlichen Kontext wirtschaftliche Sicherheit, mehr Unabhängigkeit und eine klare Verbesserung der Lebensqualität bedeutet. Der Lemonaid & ChariTea Verein finanziert Maschinen, Schulungen und Fachpersonal.

Alamelu Bannan
Mail

Eindrücke aus dem Projekt.

  • Teilnehmerinnen eines Projekts von RWDT in Indien laden Kokosfasern auf einen Transporter.
  • Die Teilnehmerinnen Thameyanthiri und Maheswari von RWDT in Indien knüpfen für den Transport und Verkauf Kokosfasern.
  • Teilnehmerinnen eines Projekts von RWDT in Indien verarbeiten Kokosfasern zu Fußmatten.
  • Teilnehmerinnen eines Projekts von RWDT in Indien stehen auf einem Anhänger.
  • Teilnehmerinnen von RWDT in Indien knüpfen Kokosfasern zu Seilen.
  • In Teams von je drei Personen arbeiten die Projektteilnehmerinnen von RWDT in Indien an einer Maschine zusammen, um die Kokosfasern zu festen Seilen zu verarbeiten.
  • Eine Teilnehmerin von RWDT in Indien lernt das traditionelle Weben an einem Webrahmen.
  • Projektteilnehmerinnen eines Nähkurses von RWDT in Indien.
  • Teilnehmerinnen eines Nähkurses von RWDT in Indien lernen das Nähen mit einer Nähmaschine.
  • Projektteilnehmerinnen lernen Nähen in einem Kurs von RWDT in Indien.