Mexiko
Die Projekte, die von uns in Mexiko gefördert werden, zielen darauf ab, die Lebensbedingungen indigener Gemeinschaften, Frauen und junger Menschen langfristig zu verbessern. Der Fokus liegt unter anderem auf Berufsausbildung, dem Ausbau von Einkommensmöglichkeiten, Zugang zu Finanzen und nachhaltiger Gemeindeentwicklung. Die Initiativen sind in den Bundesstaaten Chiapas, der Halbinsel Yucatán und dem Bundesstaat Mexiko angesiedelt.
Partnerschaften für nachhaltige Gemeindeentwicklung in Mexiko.
Seit 2015 arbeitet der Lemonaid & ChariTea e.V. mit Partnerorganisationen in Mexiko zusammen. Gefördert werden Initiativen, die Kompetenzentwicklung, wirtschaftliche Stärkung und nachhaltiges Wachstum entlang lokaler Wertschöpfungsketten fördern. Aktuell unterstützen wir vier Projekte, die Frauen, Jugendliche, indigene Gemeinschaften und benachteiligte Gruppen gezielt fördern.
Mexiko steht vor einer Reihe gesellschaftlicher Herausforderungen, die große Teile der Bevölkerung betreffen. Obwohl die Armut in den letzten Jahren leicht zurückgegangen ist – von 41,9 % im Jahr 2018 auf 36,3 % im Jahr 2022 (CONEVAL, 2023) – bleibt soziale Ungleichheit ein zentrales Problem. Besonders stark betroffen sind indigene Gemeinschaften, die etwa ein Fünftel der Bevölkerung ausmachen (INEGI, 2020) und häufig eingeschränkten Zugang zu Bildung, Gesundheitsversorgung und politischer Teilhabe haben.
Zu den derzeit größten Herausforderungen zählen:
Wirtschaftliche Ungleichheit: Einkommensunterschiede zwischen Stadt und Land sowie zwischen verschiedenen Bevölkerungsgruppen sind weiterhin deutlich spürbar.
Gewalt und Unsicherheit: Organisierte Kriminalität, geschlechtsspezifische Gewalt und strukturelle Straflosigkeit beeinträchtigen das tägliche Leben vieler Menschen – besonders von Frauen, Jugendlichen und marginalisierten Gruppen.
Eingeschränkter Zugang zu grundlegenden Dienstleistungen: In ländlichen Regionen fehlt es oft an ausreichender Gesundheitsversorgung, Infrastruktur und Bildungsmöglichkeiten.
Diese strukturellen Probleme wirken sich besonders stark auf ohnehin benachteiligte Bevölkerungsgruppen aus und verstärken bestehende soziale Ungleichheiten.
Yucatán, Chiapas, Estado de México.
In Mexiko prägen große soziale und wirtschaftliche Ungleichheiten das Leben vieler Menschen – besonders in ländlichen Regionen und bei benachteiligten Bevölkerungsgruppen. Unsere Partnerorganisationen setzen dort an, wo die Herausforderungen am größten sind:
Yucatán: Indigene Frauen und ihre Gemeinden sind stark von Arbeitslosigkeit, Armut sowie eingeschränktem Zugang zu Bildung und Gesundheitsversorgung betroffen.
Chiapas: Kleinbäuerliche Kakaoproduzent*innen stehen den Folgen des Klimawandels, ökologischen Belastungen und begrenzten Absatzmöglichkeiten gegenüber. Viele indigene Menschen leben in struktureller Armut und sind gesellschaftlich ausgegrenzt; der Zugang zu grundlegenden Ressourcen bleibt ihnen oft verwehrt.
Frauen nach der Haft: Sie sehen sich besonders mit Stigmatisierung und Armut konfrontiert. Ohne tragfähige Perspektiven ist der Weg in ein selbstbestimmtes Leben kaum möglich.
Durch Projekte in Bildung, Einkommensförderung, Zugang zu Finanzen und gesellschaftlicher Teilhabe eröffnen die Partnerorganisationen den Teilnehmenden neue Chancen – und tragen damit zu einer gerechteren Zukunft bei.