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Projektstandort:
Tamil Nadu, Indien
Projektlaufzeit:
2026–2028
Projektbudget:
80.986 €
Themenschwerpunkte:
Wertschöpfungsketten, Bildung, Entrepreneurship
Pasumai Ulagam
Eine indische Frau faltet ihre Hände in ihrem Schoß auf einem Sari. Foto: Adam Dickens
Foto: Adam Dickens

Stärkung von Frauen im informellen Recyclingsektor.

Pasumai Ulagam stärkt Frauen wirtschaftlich und sozial durch Kooperativen, Bildung und nachhaltige Einkommensmöglichkeiten. Gleichzeitig trägt das Projekt zu einer umweltfreundlicheren und gerechteren Abfallwirtschaft bei. Im Jahr 2000 von sozialen Aktivist*innen in Tamil Nadu gegründet, arbeitet sie mit Frauen, Jugendlichen und Kindern in städtischen Armutsvierteln und ländlichen Regionen. Schwerpunkte sind Frauenförderung, Bildung, berufliche Qualifizierung, Umweltschutz und Gemeindeentwicklung. Frauen werden vor allem dabei unterstützt, nachhaltige Einkommensmöglichkeiten aufzubauen und ihre gesellschaftliche Teilhabe zu stärken.

Frauen im informellen Recyclingsektor gehören in Indien zu den sozial und wirtschaftlich am stärksten benachteiligten Gruppen. Viele arbeiten ohne festes Einkommen, soziale Absicherung oder gesundheitlichen Schutz. Besonders Frauen sind von Diskriminierung, schlechter Gesundheitsversorgung und fehlendem Zugang zu Bildung betroffen. Gleichzeitig leisten sie einen wichtigen Beitrag zur Abfalltrennung und zum Recycling in schnell wachsenden Städten.

Das Projekt von Pasumai Ulagam unterstützt Frauen im informellen Recyclingsektor im Distrikt Erode in Tamil Nadu. Viele von ihnen sammeln und sortieren täglich Müll unter gesundheitsschädlichen Bedin- gungen, ohne soziale Absicherung und mit unregelmäßigem Einkommen. Gleichzeitig leisten sie einen wichtigen Beitrag zu Re- cycling und Umweltschutz. Innerhalb von drei Jahren werden 200 Frauen in einer Kooperative organisiert. Ziel ist es, ihre wirtschaftliche Situation nachhaltig zu verbessern und ihre gesellschaftliche Teilhabe zu stärken. Die Kooperative ermöglicht fairere Marktpreise und bessere Arbeitsbedingungen. Ergänzend entstehen lokale Recyclingzentren sowie Kooperationen mit Unternehmen, Recyclingbetrieben und Kommunen, wodurch die Abhängigkeit von Zwischenhändlern verringert wird. Die Frauen erhalten Schutzkleidung, regelmäßige Gesundheitsuntersuchungen und Ernährungsberatung. Familien profitieren von Hygiene- und Gesundheitskampagnen, Kinder von Bildungszuschüssen. Das Projekt stärkt die finanzielle Unabhängigkeit der Frauen und ihre Rolle in den Gemeinden. Aufklärungskampagnen und gemeinschaftliche Entscheidungsstrukturen bauen Vorurteile gegenüber Müllsammlerinnen ab und fördern ihre Beteiligung an lokalen Entscheidungsprozessen. Der Lemonaid & ChariTea e.V. finanziert Schulungen, Schutzmaterialien, Recyclingausstattung, Gesundheitsmaßnahmen sowie Fachpersonal für die Umsetzung des Projekts.

Mrs. T. Sheela
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