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Projektstandort:
Distrikt Rubavu und Rutsiro
Projektlaufzeit:
2022 – 2025
Projektbudget:
150.000 €
Themenschwerpunkte:
Zugang zu Finanzen, Interessenvertretung
RSF
Genossenschaftsmitglieder einer von RSF in Ruanda unterstützten Genossenschaft mischen Chemikalien, um Seife herzustellen.

Sozioökonomische Resilienz in Ruanda stärken: Das Projekt „I Am Able“.

Rwanda Sustainable Families (RSF) ist eine NGO, die seit 2010 soziale und wirtschaftliche Stärkung von Frauen in ländlichen Regionen fördert. Schwerpunkte sind Mikrofinanzierung, kooperative Entwicklung und Bildung. RSF arbeitet mit lokalen Initiativen wie der Künstlerkooperative Komera und der Kooperative Umugisha, in der sich 31 HIV-positive Frauen organisieren. Neben handwerklicher Ausbildung betreibt RSF eine Vorschule, die täglich 150 Kinder versorgt.

Die Westprovinz Ruandas war in den letzten Jahren mehrfach von Krisen betroffen. Der Nyiragongo-Vulkanausbruch 2021 zerstörte Infrastruktur und Lebensgrundlagen. Schon zuvor hatten COVID-19-bedingte Einschränkungen viele Kleinunternehmen zum Erliegen gebracht. Die Folgen: sinkende Einkommen, fehlende Beschäftigungsmöglichkeiten und wachsende Armut. Besonders betroffen waren Frauen, HIV-positive Personen und Familien ohne Zugang zu Finanzierungen. Kooperativen, Spargruppen und Selbsthilfeorganisationen, einst stabile Säulen im Gemeinschaftsleben, mussten ihre Tätigkeiten reduzieren oder ganz einstellen. Besonders stark betroffen: Frauen, HIV-positive Personen und Familien ohne Zugang zu externen Finanzierungsquellen. Die Ernährungsunsicherheit und Armut stieg merklich an und die Abhängigkeit von externer Hilfe nahm zu.

Das Projekt „I Am Able“ stärkt drei besonders betroffene Gruppen in der Westprovinz: eine Töpferkooperative, eine Gruppe grenzüberschreitender Unternehmer*innen sowie eine landwirtschaftliche Gemeinschaft. Alle litten stark unter den wirtschaftlichen Folgen des Vulkanausbruchs von 2021 und der COVID-19-Pandemie. Teilnehmende erhalten marktgerechte Ausrüstung, Schulungen zur Existenzgründung und werden in Mikrokreditprogramme integriert. Mit Krediten von bis zu 200 US-Dollar, zurückzuzahlen innerhalb eines Jahres bei 2 % Zinsen, können sie Kleinunternehmen aufbauen und Einkommen sichern. Direkt profitieren 150 Menschen aus benachteiligten Haushalten.

Demuson Rwema Joseph
Mail

Eindrücke aus dem Projekt.

  • Genossenschaftsmitglieder einer von RSF in Ruanda unterstützten Genossenschaft mischen Chemikalien, um Seife herzustellen.
  • Teilnehmende der Ananas-Kooperative von RSF bewirtschaften ein Feld in Ruanda.
  • Eine Gruppe Teilnehmender von RSF in Ruanda.
  • Der Brennofen einer Keramikkooperative von RSF in Ruanda.
  • Mitglieder der Ananas-Kooperative von RSF in Ruanda.
  • Mitglieder einer Keramikkooperative von RSF in Ruanda sitzen zusammen in einer Töpferei.