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Projektstandort:
Gakenke, Ruanda
Projektlaufzeit:
2023 – 2025
Projektbudget:
125.417 €
Themenschwerpunkte:
Weiterbildung, Zugang zu Finanzmitteln
OSO
Teilnehmende sitzen im Klassenraum an ihren Tischen und arbeiten mit Nähmaschinen.

Junge Frauen für Unternehmertum befähigen.

Our Sisters Opportunity (OSO) wurde 2019 im Distrikt Gakenke gegründet und ging aus einer erfolgreichen Frauengenossenschaft für Schneiderei hervor. Die NGO fördert soziale und wirtschaftliche Eigenständigkeit junger Frauen durch Bildung, handwerkliche Ausbildung und Unternehmertum.
OSO bietet Programme in ethischer Mode, Gestaltung, Permakultur, Landwirtschaft, Jugendgesundheit und Unternehmensführung. Ziel ist, Einkommen zu sichern, Zugang zu Finanzmitteln zu schaffen und die Lebensqualität ganzer Haushalte zu verbessern. So entstehen nicht nur Arbeitsplätze – sondern auch mehr gesellschaftliche Teilhabe.

Mit rund 13 Millionen Einwohnern, von denen knapp die Hälfte unter 20 Jahre alt ist, besitzt Ruanda ein hohes demografisches Potenzial. Doch Jugendarbeitslosigkeit trifft vor allem junge Frauen: 54 % der arbeitslosen Jugendlichen sind weiblich. Fehlender Zugang zu Berufsbildung, patriarchale Normen und finanzielle Barrieren erschweren ihre wirtschaftliche Teilhabe.
Die Folge sind Abhängigkeit, soziale Ausgrenzung und fehlende Mitsprache. OSO begegnet diesen Herausforderungen mit einem praxisorientierten Ansatz, der Ausbildung, Einkommen und gesellschaftliche Teilhabe verbindet.

Im Distrikt Gakenke in Ruanda realisiert die Organisation Our Sisters Opportunity (OSO) ein dreijähriges Ausbildungsprojekt für insgesamt 624 Mädchen und junge Frauen. Ziel ist der Aufbau beruflicher Perspektiven durch praxisnahe Schulungen, betriebswirtschaftliches Know-how und die Umsetzung eigener Geschäftsideen.
Jährlich nehmen 52 Frauen an Intensivtrainings teil, 156 Stipendiatinnen erhalten Bildungsmaterialien und Weiterbildung. Durch ein Multiplikatorinnen-System geben die Teilnehmerinnen ihr Wissen an jeweils drei weitere junge Frauen weiter – so vervielfacht sich die Wirkung.
Nach sechs Monaten starten die Absolventinnen mit der Produktion von Textilwaren wie Schuluniformen, Arbeitsschürzen und maßgeschneiderten Hemden. Die Produkte werden im OSO-Entrepreneurship-Zentrum verkauft und über eine eigene E-Commerce-Plattform sowie Social Media vermarktet.
Die Förderung durch den Lemonaid & ChariTea e.V. ermöglicht Gehälter, Ausstattung und Organisation – und sichert so die nachhaltige Umsetzung.

Delphine Uwamahoro
Mail

Eindrücke aus dem Projekt.

  • Teilnehmende von OSO in Ruanda beim Nähunterricht.
  • Absolvent*innen von OSO in Ruanda werfen an ihrem Abschlusstag ihre Hüte in die Luft.
  • Teilnehmende von OSO in Ruanda tanzen.
  • Eine Nähmaschine von OSO in Ruanda.
  • Absolvent*innen an ihrem Abschlusstag bei OSO in Ruanda.