Sri Lanka
In Sri Lanka fördern wir derzeit Projekte in den Distrikten Colombo, Matale und Nuwara Eliya. Im Fokus stehen die Stärkung von Frauen, Berufsperspektiven für junge Erwachsene sowie Augenoperationen für Arbeiter*innen auf Teeplantagen, die kaum Zugang zu medizinischer Grundversorgung haben.
Berufsperspektiven und Ernährungssicherheit fördern und medizinische Versorgung verbessern.
Seit 2011 engagiert sich der Lemonaid & ChariTea e.V. in Sri Lanka und fördert lokale NGOs mit dem Schwerpunkt auf Frauengleichstellung, Bildungschancen und der Stärkung marginalisierter Gruppen. Insgesamt konnten bisher acht Projekte gefördert werden – drei davon laufen aktuell.
Sri Lanka, ein Inselstaat südlich von Indien, blickt auf eine komplexe Geschichte zurück – geprägt von Kolonialherrschaft und tiefen ethnischen Spannungen.
Die Wirtschaft basiert traditionell auf Landwirtschaft, insbesondere dem Anbau von Tee, Kautschuk und Kokosnüssen. Auch der Tourismus und der Dienstleistungssektor bieten Potenzial, doch Wachstum und Wohlstand sind ungleich verteilt.
Im Jahr 2022 stürzte das Land in eine schwere Wirtschaftskrise. Ursachen waren u.a. jahrelange Fehlplanung, die Folgen der COVID-19-Pandemie und der Rückgang des Tourismus. Die Wirtschaft schrumpfte2022 um 7,8 %, im ersten Halbjahr 2023 um weitere 7,9 % (Weltbank). Die Armutsquote stieg von 13 % auf 25 % – rund 2,7 Millionen Menschen fielen zusätzlich in Armut. Gleichzeitig verschärften sich Ernährungsunsicherheit und Reallohnverluste. Trotz erster Stabilisierung seit Ende 2023 bleibt die Lage angespannt: Die Weltbank rechnet damit, dass mehr als ein Fünftel der Bevölkerung auch 2026 weiterhin in Armut leben wird. In diesem Umfeld sind gezielte lokale Projekte zur sozialen, wirtschaftlichen und gesundheitlichen Stärkung besonders wichtig – vor allem für marginalisierte Gruppen, die von den Krisen besonders betroffen sind.
In Sri Lanka fördern wir derzeit Projekte in den Distrikten Colombo, Matale und Nuwara Eliya.
Viele Teeplantagenarbeiter sind durch langjährige UV-Strahlung und fehlende Behandlungsmöglichkeiten von vermeidbarer Erblindung durch Katarakte bedroht. Gleichzeitig haben besonders junge Menschen oft nur eingeschränkte Berufschancen, da ihnen praktische Englischkenntnisse fehlen – eine wichtige Voraussetzung für viele Jobs vor Ort. Gemeinsam mit regionalen NGOs unterstützen wir eine Augenklinik, die kostenlose Kataraktoperationen anbietet, sowie eine gemeindenahe Englischschule. So helfen wir, Sehvermögen wiederherzustellen und die Beschäftigungschancen durch gezielten Sprachunterricht zu verbessern.
Unsere Partner*innen vor Ort arbeiten langfristig und mit großem Vertrauen der Gemeinschaft daran, diese Herausforderungen nachhaltig zu meistern.