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Projektstandort:
Curahuasi, Peru
Projektlaufzeit:
2022 – 2025
Projektbudget:
127.852 €
Themenschwerpunkte:
Wertschöpfungsketten und Weiterbildung
CEDEP AYLLU

Centro para el Desarrollo de los Pueblos del Ayllu

Hermenegilda Soto steht in ihrer Milpa zwischen Maiskolben.

Stärkung ländlicher Gemeinden durch
nachhaltige Landwirtschaft.

Die Organisation CEDEP Ayllu (Centro para el Desarrollo de los Pueblos del Ayllu) engagiert sich seit 1983 für indigene Gemeinschaften in der Region Cusco im Süden Perus. Der Fokus ihrer Arbeit liegt auf der Förderung agrarökologischer Anbaumethoden, der Selbstbestimmung ländlicher Bevölkerungsgruppen und dem Schutz der Andenökosysteme. Dabei setzt sich die Organisation ebenfalls für kollektive Rechte ein und stärkt soziale, politische und wirtschaftliche Prozesse, die langfristig tragfähige Perspektiven für Gemeinschaften schaffen.

Im Süden Perus zählen viele indigene Gemeinschaften im landwirtschaftlichen Sektor zu den strukturell benachteiligten Regionen des Landes. Ungleiche Machtverhältnisse, Landkonzentration und politische Ausgrenzung erschweren eine gerechte Teilhabe. Fehlende Infrastruktur, Korruption und kurzfristige Wirtschaftspolitik führen dazu, dass ländliche Interessen systematisch übergangen werden.
Besonders Frauen tragen eine hohe Last: Sie übernehmen zentrale Aufgaben in Produktion und Haushalt, besitzen aber kaum Rechte an Land oder Wasser. Trotz ihres Beitrags zur Ernährungssicherung sind sie wirtschaftlich stark benachteiligt und vielfach von Gewalt betroffen. Ihre Stärkung ist ein entscheidender Hebel für nachhaltige Entwicklung.

In drei landwirtschaftlich geprägten Gemeinden des Distrikts Curahuasi setzt CEDEP AYLLU auf nachhaltige Landwirtschaft in Peru, um kleinstrukturierte Produzent*innen langfristig zu stärken – ökologisch, wirtschaftlich und sozial. Das Projekt kombiniert praxisnahe Schulungen, Infrastrukturmaßnahmen und Organisationsentwicklung, um die wirtschaftliche Teilhabe zu verbessern. Im Zentrum stehen der Aufbau von Kooperativen, die Einführung effizienter Bewässerungssysteme und der ökologische Anbau vielfältigerer Nutzpflanzen für den regionalen Markt. Parallel werden agroökologische Praktiken gestärkt, darunter Zertifizierungen durch partizipative Garantiesysteme (SGP), um Marktstandards zu erfüllen und die Wertschöpfung zu erhöhen.
Ein besonderer Fokus liegt auf der Förderung von Führungskompetenzen – insbesondere bei Frauen – sowie der rechtlichen Formalisierung von Erzeugergemeinschaften, um ihnen Zugang zu öffentlichen Dienstleistungen und Förderungen zu ermöglichen. Nachhaltige Geschäftsmodelle werden gemeinsam mit den Beteiligten entwickelt und verankert.
Der Lemonaid & ChariTea e.V. stellt Mittel bereit, die u. a. die Kosten für Bewässerungssysteme, Setzlinge, Saatgut, Transport, Betriebsmittel sowie die Gehälter des Projektteams decken.

Donato Valencia Aguilar
Mail

Eindrücke aus dem Projekt.

  • Eine Landwirtin die von CEDEP AYLLU in Peru in ökologischer Landwirtschaft geschult wird, bewirtschaftet ihr Feld.
  • Ein teilnehmender Landwirt von CEDEP AYLLU trägt Obst auf seiner Schulter.
  • Ein Projektteilnehmer von CEDEP AYLLU öffnet eine Bohne und zeigt die darin enthaltenen Samen.
  • Ein Landwirt von CEDEP AYLLU in Peru präsentiert eine geerntete Tomate.
  • Teilnehmende von CEDEP AYLLU in Peru begutachten gesammeltes Wasser an einem Baum.
  • Ein Landwirt von CEDEP AYLLU in Peru fährt die Ernte mit einer Schubkarre ein.
  • Hermenegilda Sota und ihr Sohn, Projektteilnehmende von CEDEP Ayllu präsentieren ihre Ernte auf ihrem Maisfeld.
  • Eine Teilnehmerin von CEDEP AYLLU in Peru präsentiert geernteten Blumenkohl und Brokkoli.
Fotos: Eleazar Cuadros