Ende Januar hat sich der Lemonaid & ChariTea e.V. zur Abwechslung einmal nicht auf St. Pauli aufgehalten. Drei Tage lang ging es zur Ausarbeitung einer Strategie ins schöne St. Peter-Ording.


Im Beach Motel direkt am Strand des kleinen Ortes in Nordfriesland haben die vier Mitarbeiter*innen des Vereins nicht nur die See genossen, sondern sich intensiv Gedanken um die Zukunft ihrer Arbeit gemacht. Wie soll das nächste Jahr aussehen? Und wie gestaltet sich die Zusammenarbeit, wenn mit Paul ein dritter Mitarbeiter in den Verein gekommen ist? 


Aus Zwei mach Drei


Wenn ein neuer Mitarbeiter die bisher traute Zweisamkeit ergänzt, springen alle erst einmal im Dreieck. Welche Aufgaben werden abgegeben und vor allem welches Projektland? Dass mehr helfende Hände benötigt werden, ist klar, aber wie strukturiert man sich nun?
Dazu hilft meist eine Strategie. Und um diese zu formulieren, hat der Verein sich fernab des Hamburg-Getümmels noch weiter gen Norden bewegt. Angeleitet von der ersten und ehemaligen Vereinsleitung Agnes Fritz, wurde diskutiert, sich ausgetauscht, gelobt, Konstruktives eingeworfen und außerdem: sich kennengelernt.


Wer hat den Hut auf?


Nachdem am ersten Abend gemeinsam die Erwartungen für die nächsten Tage besprochen wurden, ging es am Tag darauf an’s Eingemachte. Selbst die Wände des Konferenzraums im Motel wurde zur Visualisierung der verschiedenen Bereiche und Aufgaben genutzt: Ideen angepinnt, Zettel verschoben, wieder zurückverschoben, Aufgaben neu definiert und alte verworfen. Dabei blieb eine Frage immer im Hinterkopf: Wer hat eigentlich den Hut auf? Gemeint ist natürlich die Verantwortung für die einzelnen Bereiche, die nicht nur Projektarbeit betreffen, sondern auch Buchhaltung, Administration, interne und externe Kommunikation, die Verantwortung für den Beirat und vieles mehr.

Strategie
Ein bisschen Ordnung in das Chaos bringen


Der Kopf raucht, lass uns rausgehen


Weil sich dann doch zwischendurch die Sonne blicken ließ, wurden einige Gespräche kurzerhand nach draußen verlegt. Gerade bei der Reflektion gegenseitiger Stärken, Schwächen und der eigenen Arbeit, hat der Spaziergang durch die Dünen eine besondere Dynamik in die Zweiergespräche gebracht.


Bei intensiver Denkarbeit ist es wichtig, dass man sich zwischendurch Ruhezeiten gönnt. Ein Spaziergang am Strand bei frischer Seeluft wirkt für den Kopf häufig schon Wunder. Durch den nassen Sand waten, sich bewegen und einmal durchatmen gibt wieder neue Energie für die nächsten Runden. So haben sich die drei Tage entspannt aber ergebnisreich gestaltet.


Der Verein wächst und mit ihm die Verantwortung die bisher so angenehme Atmosphäre unter den Mitarbeiter*innen auch weiterhin beizubehalten. Sich für drei Tage außerhalb der gewohnten Umgebung auf sich, die anderen, und die gemeinsame Arbeit konzentrieren zu können eignet sich dafür ausgezeichnet. Um dann die vielfältigen Aufgaben effizient und gerecht zu verteilen, ist bei dem – am Arbeitsaufwand gemessen – doch recht kleinen Team, die Ausarbeitung einer Strategie unabdinglich.



Am Ende der drei Tage ging es deswegen für den Verein mit etwas vollerem Gepäck wieder zurück nach Hamburg: Mit Jahreszielen, einem mit Meilensteinen gespickten Kalender 2019 und dem Bewusstsein für die eigene Position, Verantwortung und Aufgabe im Verein startet eine neue Episode in der Vereinsarbeit.